Handysucht / Telefonsucht

Das Handy gehört für die meisten Menschen einfach zum Leben dazu. Für viele ist es unentbehrlich geworden, denn mit dem Mobiltelefon sind sie ständig erreichbar, und können auch selbst von überall ihre Bekannten und Freunde erreichen. Vielen Menschen ist das Tippen von Kurznachrichten sogar noch wichtiger, als das Telefonieren selbst. Inzwischen zeigen laut Untersuchungen jedoch immer mehr Handynutzer bereits Symptome einer Sucht.

Gerade junge Leute beschäftigen sich übermäßig viel mit ihrem Handy, so dass nicht mehr von einem kontrollierten Gebrauch die Rede sein kann. In der Regel geht es bei der Kommunikation dann nicht um wichtige Dinge, sondern eher um Belanglosigkeiten. Schuld an dieser Entwicklung ist sicher auch die übermäßige Werbung für Handy-Dienste. Gerade Jugendliche fühlen sich davon angesprochen und wollen immer neue Sachen ausprobieren. Kinder und Jugendliche haben auch oftmals noch keinen richtigen Bezug zu Geld, so dass die Eltern dann auf den hohen Handykosten sitzenbleiben. Für junge Leute ist ein Handy nach wie vor ein Statussymbol, sie wollen sich von der Masse abheben, und immer im Besitz der neuesten Technologien sein. Viele finden es einfach cool und trendy, das Handy häufig zu benutzen.

Die Jugendlichen fühlen sich wichtig und wollen anderen ihre Beliebtheit demonstrieren. Die von der Handysucht Betroffenen, lassen das Handy meistens rund um die Uhr angeschaltet, denn sie haben Angst etwas zu verpassen. Gefährdet sind vor allem Menschen, die Probleme mit sozialen Kontakten haben, und unter einem niedrigen Selbstwertgefühl leiden. Sie beschränken ihre Kontakte dann fast ausschließlich auf das Mobiltelefon. Diese Art zu kommunizieren zerstört jedoch auf Dauer die letzten realen Kontakte, so dass die Betroffenen immer mehr vereinsamen und sich zurückziehen. Bei der Handysucht handelt es sich um eine psychische Abhängigkeit. Um von dieser Sucht loszukommen, hilft nur die Abschaffung des Handys in Verbindung mit einer Psychotherapie. In der Regel stecken andere Probleme dahinter, die den Betroffenen in die Sucht geführt haben.