Sammelsucht (Messie-Syndrom)

Viele Menschen sammeln irgendwelche Gegenstände, weil sie Freude daran haben. Bei einigen Leuten nimmt das Sammeln jedoch irgendwann krankhafte Züge an. Der Sammeltrieb nimmt dann den Großteil des Lebens des Betroffenen ein. Er ist sogar bereit große Menge Geld auszugeben, um an die begehrten Objekte zu kommen. Oftmals ist dann auch der finanzielle Ruin die Folge. Die Süchtigen können sich nur kurzfristig an dem erworbenen Gegenstand erfreuen, das Glücksgefühl vergeht jedoch schnell wieder.

Bekannt ist auch das sogenannte Messie-Syndrom, welches eine Unterart der Sammelsucht ist. Bei dieser Störung sammeln die Patienten alles mögliche, vor allem aber auch wertlose Gegenstände. Sie sind nicht einmal in der Lage, sich von ihrem Müll zu trennen. In ihrer Wohnung sieht es auch wie auf einer Müllhalde, da sie nichts wegwerfen und die Dinge sich anhäufen. Die Betroffenen sind dabei keineswegs verwahrlost, sondern wirken nach außen gepflegt und normal. Bei dieser Art der Sammelsucht handelt es sich jedoch nicht um eine Sucht im eigentlichen Sinn, sondern nachgewiesenermaßen um eine hirnorganische Störung. Weil diese Menschen nach außen hin völlig normal wirken, fallen sie lange Zeit nicht auf. Sie können ihren übermäßigen Sammeltrieb geheim halten, weil sie niemanden in ihre Wohnung lassen, und relativ isoliert leben. In vielen Fällen fallen diese Menschen erst auf, wenn Nachbarn die Behörden informieren, nachdem es bereits im Treppenhaus unangenehm riecht. Da diese Menschen ja auch Müll sammeln, lässt sich eine Geruchsbelästigung früher oder später nicht vermeiden. Alleine können die Betroffenen nichts an ihrem Chaos ändern, sie benötigen professionelle Hilfe.