Heroinsucht

Heroin gehört zu den gefährlichsten Drogen überhaupt und hat ein sehr hohes Suchtpotential. Ende des 19. Jahrhunderts kam Heroin bereits als Arzneimittel auf den Markt. Es wurde als Schmerz- und Hustenmittel verschrieben, aber auch bei Bluthochdruck sowie Herz- und Lungenerkrankungen. Kliniken setzten es lange Zeit als Narkosemittel und zur Einleitungen von Geburten ein.

Einige Zeit später wurde dann erkannt, dass das Arzneimittel relativ schnell zu einer körperlichen Abhängigkeit führt. Durch die orale Einnahme kam es jedoch nicht zu Rauschzuständen, so dass das Arzneimittel noch einige Zeit eingesetzt wurde. Einige Zeit später wurde Heroin dann von vielen Opium- und Morphin-Süchtigen als Ersatzdroge genommen, da sie auch leichter erhältlich war. In den USA wurde das Heroin dann bereits vor dem zweiten Weltkrieg verboten. In Deutschland wurde Heroin noch bis zum Jahr 1958 verkauft, erst im Jahr 1971 wurde es offiziell verboten.

Die Wirkung des Heroin ist schlaffördernd, euphorisierend und auch schmerzlindernd. Die Substanz gelangt bei intravenöser Verabreichung sehr schnell ins Gehirn, und wirkt ähnlich wie ein sexueller Höhepunkt. Der sogenannte Flash dauert nur wenige Sekunden, danach bleibt beim Anwender eine Zufriedenheit zurück. Alltagssorgen werden auf diese Weise vollkommen verdrängt. Gefährlich beim Heroin ist vor allem die Wirkung auf die Atemwege, die bei einer Überdosierung zum Atemstillstand führen kann. Wer einmal vom Heroin abhängig ist, benötigt immer wieder einen Schuss, um mit seinem Leben zurechtzukommen. An eine geregelte Arbeit und ein Familienleben ist bald nicht mehr zu denken. Fast der komplette Alltag dreht sich um die Droge und vor allem deren Finanzierung. Viele Anwender werden kriminell oder verkaufen ihren Körper, um an das notwendige Geld zu kommen. Heroin wird entweder gespritzt, geraucht oder gesnieft. Bereits nach etwa zweiwöchigem Konsum treten die ersten Entzugserscheinungen beim Absetzen auf, so dass es zu den am schnellsten abhängig machenden Suchtkrankheiten gehört.

Besonders gefährlich ist es, wenn das Heroin aus Kostengründen mit anderen Substanzen gestreckt oder verunreinigt wird. Die meisten sterben auch nicht am Heroin, sondern an den gefährlichen Beimischungen. Die häufigste Todesursache ist dann ein Atemstillstand. Ein Entzug ist sehr schwer und kann nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgen. Ein Entzug auf eigene Faust geht in der Regel immer schief. Um dauerhaft von der Sucht loszukommen, muss man auch seinen Freundeskreis und die gewohnte Umgebung verlassen. Einige müssen ihr Leben lang eine Ersatzdroge, das Methadon, einnehmen.