Ecstasyabhängigkeit

Ecstasy gehört auch zu den Modedrogen, die hauptsächlich von Jugendlichen konsumiert werden. Sie ist in Tabletten- oder Kapselform erhältlich, die Inhaltsstoffe können jedoch variieren. Die Tabletten sind in der Regel bunt und haben kleine Motive aufgestanzt. Obwohl der Wirkstoff bereits 1912 entdeckt wurde, tauchte sie erst in den 80-er Jahren in der Drogenszene auf. Sie gilt auch heute noch als Partydroge, die vor allem von Jugendlichen konsumiert wird. Die Droge wurde schnell verbreitet, nachdem sie in den USA ihren Ursprung genommen hatte.

Vor allem unter den Ravern war sie sehr beliebt, auf der Love Parade sollen Unmengen dieser Partydroge im Umlauf gewesen sein. Da die Pillen eine aufputschende Wirkung haben, und das Schlafbedürfnis extrem herabgesetzt ist, hilft es den Ravern die Techno-Partys am Wochenende durchzuhalten. Die Wirkung von Ecstasy setzt erst etwa 40 Minuten nach den Einnahme ein. Die Droge enthemmt, verstärkt die Gefühle und verschafft ein Gefühl der Freiheit. Das Selbstbewusstsein wird gestärkt und Ängste vermindert. Wenn nach etwa sechs Stunden die Wirkung nachlässt, sind die Anwender häufig deprimiert, erschöpft und ängstlich. Sie leiden unter Schlafstörungen, Kopfschmerzen und verringerter Aufmerksamkeit. Ecstasy wir in unterschiedlichen Zusammenstellungen produziert, so dass die Inhaltsstoffe häufig nicht ganz klar sind. Unter Umständen kann das zu gefährlichen Mischungen führen, wenn die Wirkstoffe verunreinigt oder gestreckt werden.

Auch die Dealer wissen in der Regel nicht, welche Stoffe sich in den Pillen befinden. Ecstasy bringt den Kreislauf dermaßen in Schwung, dass es nach einer durchtanzten Nacht auch zum Zusammenbruch kommen kann. Der Körper funktioniert unter Einwirkung der Pille zwar noch, obwohl er eigentlich schon völlig erschöpft ist. Der Betroffene nimmt unter der Wirkung der Droge auch die körperlichen Warnsignale nicht mehr wahr. Im Gegensatz zu anderen Drogen treten beim Absetzen keine körperlichen Entzugserscheinungen auf. Doch auch eine psychische Abhängigkeit ist schwer zu überwinden, und gelingt oftmals nur mit professioneller Hilfe.