Speedabhängigkeit

Als Speed wird der Wachmacher Amphetamin bezeichnet. Speed fördert somit die Konzentration, zügelt den Appetit und vermindert das Schlafbedürfnis. Speed wird in ganz unterschiedlichen Formen angeboten, es kann geraucht, inhaliert, geschluckt, geschnupft oder sogar gespritzt werden. Es hat eine ähnliche Wirkung wie Kokain, ist jedoch viel günstiger. Das Suchtpotential ist sehr hoch, gefährlich sind vor allem die unbekannten Beimischungen, die das Speed sehr oft enthält. Auch die Stärke kann so ganz unterschiedlich ausfallen, und somit auch die Wirkung.

Obwohl der Anwender eine erhöhte Leistungsfähigkeit verspürt, kann diese nicht in die Tag umgesetzt werden. Die Anwender von Speed überschätzen sich unter Einwirkung der Droge gerne, werden waghalsig und teilweise auch aggressiv. Gefährlich ist auch die Unterdrückung des Durstgefühles. Gerade beim Tanzen verliert der Körper sehr viel Flüssigkeit. Weil der Anwender keinen Durst verspürt, kommt es vielfach zu einer gefährlichen Austrocknung des Körpers, die dann zu einem Kollaps führt. Eine übermäßige Dosierung kann zum Kreislaufversagen oder sogar zum Tod führen. Da das Speed häufig mit anderen Substanzen kombiniert wird, ergibt sich eine noch größere Gefahr. Auch der gleichzeitige Alkoholgenuss birgt große Gefahren, da es zu Geistesabwesenheit und Kontrollverlust kommen kann. Die Wirkung des Speed hält bis zu acht Stunden an. In der Folge kommt es zu Schlafstörungen, Depressionen, Erschöpfung, Auszehrung, Leberschäden, Herz- und Kreislaufbeschwerden, sowie starken psychischen Veränderungen. Die Anwender leiden unter Verfolgungswahn, Halluzinationen, Angstzuständen und sogar Selbstmordabsichten.

Beim Speed steht deutlich eine psychische Abhängigkeit im Vordergrund, obwohl es auch zu körperlichen Entzugserscheinungen kommen kann. Um eine angenehme Wirkung zu erhalten, muss die Dosis ständig erhöht werden. Der Schlaf-Wach-Rhythmus gerät völlig außer Kontrolle, was den Körper bis zur völligen Erschöpfung bringt. Der Entzug ist nicht einfach, es kommt häufig zu Rückfällen. Aus diesem Grund sollte ein Entzug nur unter ärztlicher Aufsicht in einer Klinik erfolgen.